Alpentransversale Salzburg - Venedig Juli 2000

vom Untersberg zum Markusplatz.........


  15 Tage Wandern Erleben. Die Strecke sucht sich nicht nur die logische Wegführung, sondern schöne und interessante Plätze in den Alpen. Als Unterkünfte dienen uns einfache Berghütten, genauso wie sehr gute Hotels; allesamt mit hervorragendem Essen (zum Abnehmen geht man besser auf eine Kur........). Alles was benötigt wird, hat man in seinem Rucksack. Die Gehzeiten bewegen sich von 4 bis 6 Stunden täglich. Sinnvolle Transfers werden mit Bus, Zug oder Taxi durchgeführt.  
  Start am Zeppezauerhaus am Untersberg. Kathi staunt nicht schlecht, als wir trotz Schlechtwetter bei Ihr auftauchen. Von ihrem Kaiserschmarrn werden wir noch des Öfteren träumen - Vergleiche streben wir keine an, die sind sowieso sinnlos. Am nächsten Tag gehts über das Untersbergplateau bis nach Hallthurn.  
     
  Der Heutaler Hof ist die nächste Station. Von dort gehts über die Muckn Klaus - eine alte Triftanlage - zur Waidringer Steinplatte. Die Seilbahn für die Abfahrt zum nächsten Eissalon nehmen wir natürlich in Anspruch.
Von den Kitzbühler Alpen über die Filzenscharte in den Oberpinzgau und weiter zur Familie Geissler.
In der gemütlichen alten Stube im Krimmler Tauernhaus finden wir sogar noch ein Bild eines der ersten Alpendurchquerer........
 
             
  Am nächsten Tag steht mit der Überquerungdes Tauern ein alpines Unternehmen bevor. Technisch einfach, aber doch ein wenig Schneewaterei.
Der Ausblick ist phantastisch: Dreiherrnspitze, Hochgall. Der Blick hinunter ins Ahrntal läßt bereits südliche Gefühle aufkommen.
Bei Markus im Berggasthof Kasern würde man gerne länger bleiben. Hier lassen wir den Abschnitt der Hohen Tauern hinter uns.
Die Dolomiten warten auf uns...........
 
             
  Der heutige Tag beginnt mit einer Taxifahrt durch das Pustertal bis zum Dürrensee. Dort beginnt einer der eindrucksvollsten Dolomitenetappen: die Umrundung der Drei Zinnen.
In Misurina wird genächtigt.
Morgen gehen wir  über den Tre-Croi-Pass nach Cortina d'Ampezzo und weiter zum Falzaregopaß. Das letzte Stück zum Paß hoch, ergattern wir gerade im richtigen Augenblick den Linienbus. Das Rifugio Valparola versorgt uns mit ausgezeichneter italienischer Küche, von der wir noch lange schwärmen werden.
Das Civettamassiv steht für die nächsten Tage auf dem Programm. Dolomitenlandschaft pur.
Nach drei Tagen freuen wir uns aber so richtig auf Belluno auf das Hotel.
 
                 
  Eine der rassigsten Etappen steht bevor:
Das Val de Piero in der Sciara - gefürchtet und gemieden: Zecken, Kreuzspinnen, Schlangen usw. sind in der Führerliteratur angeführt.
Einige Höhenmeter sind auch nicht ganz außer Acht zu lassen.
Viele Wassergumpen laden zum Hineinspringen ein.
Drahtseilversicherungen geben dem Ganzen noch einen technischen Anstrich. Ein alpiner Anstieg - fast an der Grenze des "Erwanderbaren". Aber nach einer guten Woche wirft einem nichts mehr so schnell um........
Das Ziel lohnt: Die kleine Kletterhütte Rif. 7 Alpini, bestens und mit viel Liebe bewirtschaftet, ein Kleinod, daß man heutzutage suchen kann.
Belluno hat uns bald wieder. Die letzte Wanderetappe über den Nevegal steht bevor. Gerade heute erwischt uns beim Abstieg ein Gewitter, sodaß wir wirklich bis auf die Haut naß werden.
Durch Blitzschlag sind alle Telefonanlagen - leitungen ausgefallen, sodaß ich nicht einmal ein Taxi rufen kann. Viele Straßenkilometer bei strömenden Regen stehen uns ohne Transportmöglichkeit bevor. In der ersten Ortschaft klopfe ich an eine Haustür, eine ältere Dame öffnet mir.
Ich schildere ihr den Fall und nach einigem Hin und Her fährt uns ihr Mann mit seinem Auto bis ins Hotel. Ein herzliches Dankeschön nochmals unbekannterweise.........
 
                     
  Das Wandern ist zu Ende. Am vorletzten Tag fährt uns unser Wirt bis nach Conegliano. Dort fahren wir mit dem Zug nach Venedig. Ein Dankeschön an Friedl für die Stadtführung, mir tun heute noch die Sohlen weh......... Abendessen im GHETTO mit Tangovorführung........

Zu Mittag geht unser Zug nach Salzburg.
Den Sonntag Vormittag nützt jeder auf seine Weise: Ich setze mich in ein Boot und lasse mich 
herumgondeln.  Morgen bin ich bereits wieder auf dem Weg in die Westalpen.
Kontraste bestimmen das Leben.

Eine Veranstaltung geht zu Ende, die nicht nur eine Wanderung war, sondern ein Erlebnis für JEDEN.

 
           

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