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Schon lange in Gedanken, endlich Realität: der Monte Viso. Von Weitem als stolze Felspyramide von
vielen Westalpengipfel aus sichtbar. Nach mehrstündiger Anfahrt über Mailand und Turin steigen wir
am Nachmittag zur Hütte auf. Es ist August; da befindet sich natürlich ganz Italien am Ursprung des Po.
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Über dem Gebirgsstock des Mte Viso hängt bereits
die allseits bekannte Nebelglocke.
Wir kommen an mehreren idyllischen nebelverhangenen Seen
vorbei. Am dritten liegt die Hütte.
Der Aufstieg zur Hütte ist abgesehen von der ersten
halben Stunde -wo wir bei jedem Schritt aufpassen müssen, um nicht
einer feschen Italienerin mit Stöckelschuhen auf die Fersen zu steigen
- recht abwechslungsreich.
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Am Morgen heißt es
früh zu starten; möglichst vor der gesamten Meute.
Die hütteneigene Sektion
startet auch zu einer Mte Viso Besteigung. Wir haben aber Glück und
kommen nach einem spartanischen Frühstück als Erste von der Hütte
weg. Somit haben wir für den Aufstieg in die Scharte keine Seilschaft
vor uns...
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Der weitere Anstieg führt über ein großes Schuttkar
zu einer kleinen Biwakschachtel. Hier queren wir noch die letzte Reste eines Schneefeldes und
gelangen so zum Beginn der eigentlichen Kletterei. Einige Stellen im II. Schwierigkeitsgrad - gelbe
Markierungsflecken weisen eindeutig den Weg - sind zu meistern, dann stehen wir am Gipfel.
Die Fernsicht ist wirklich nicht von schlechten Eltern....
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Wir bleiben nicht allzu lange am Gipfel. Der Abstieg ins Tal steht ja auch noch bevor und etwas Sicht ist
ratsam. In der Scharte zurück, kommen bereits die ersten Nebelschwaden daher und hüllen das Massiv wieder ein.
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Zum Monte Viso komme ich sicherlich wieder, aber nicht im August und nicht auf dem Normalweg. Der Ostgrat
im Spätherbst oder die Nordwand im Spätwinter sind großartige und nicht überlaufene Ziele.
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