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Ecuador

16. 1. - 8. 2. 2002


  Es steht mal wieder eine längere Auslandsreise ins Haus. Es geht nach Südamerika, genau gesagt nach Ecuador. Diesmal nicht mit einer großen Gruppe; wir sind zu Dritt. Ich bin schon gespannt, was sich in 7 Jahren - solange war ich schon nicht mehr in Ecuador - verändert hat. Der Flug zieht sich gewaltig in die Länge - mit zwei Zwischenstopps in der Karibik und in Guayaquil; aber alles geht irgendwann zu Ende.
Der Flug von Guayaquil nach Quito entschädigt für die Mühen. Entlang der Straße der Vulkane haben wir freien Blick auf unsere Bergziele. Nach einer kurzen Pause im Hotel, machen wir uns gleich auf Erkundungstour durch Quito. So kann man am besten den jetlag bekämpfen - mit ein wenig Bewegung und gleichzeitig der erste Schritt zum Akklimatisieren. Immerhin liegt Quito auf 2800 m.
Flug nach Amsterdam  Cotopaxi  Illiniza  Chimborazo  Panecillo  Quito
  Wir haben gleich am nächsten Tag den Pasochoa auf unserem Akklimatisationsprogramm. Grüne Wiesen, Blumen, kurze Hose, Kapperl und ein leichter Rucksack.....so läßt es sich aushalten in Höhen über 4000 m auf einer gemütlichen Wanderung.
Pasochoa  Pasochoa  Pasochoa  Blüten  Cayambe
  Unser Programm ist so ausgerichtet, daß wir nach einer Bergbesteigung einen aktiven Rasttag einlegen. Indianermarkt in Otavalo
Indianermarkt  Gemüsestandl  Schweinerei  Hochlandindianer  Hochlandindianerin  Kirche in Otavalo  Alpacawolle
Äquatordenkmal
Äquatordenkmal
  Die zweite Akklimatisationstour geht zu den Pichinchas. Die Überschreitung vom Guagua zum Rucu Pichincha ist vor allem ein landschaftlich großartiges Erlebnis.
Anstieg zum Guagua P.  Gipfel Guagua P.  Hochlandwanderung  Gipfelkletterei  Abstieg Rucu P.
Die Thermalquellen in Papallacta sollte niemand versäumen.....
Thermalquellen Papallacta
  Nachdem wir uns ganz wohlfühlen, gehen wir gleich den Illiniza Südgipfel an. Der Weg zur Hütte ist mit den schweren Rucksäcken fast schon eine Plagerei, zumal ein schneidiger Wind weht.
Ab Hütte gibt es nur Nebelsuppe. Die Sicht ist gleich null. Nachmittags suchen wir noch unseren Berg; dies verschieben wir aber nach einigen Stunden erfolglosem Suchen auf den nächsten Tag.
Am nächsten Morgen hat sich das Wetter nicht viel gebessert. So weichen wir auf den leichteren Nordgipfel aus. Die letzten paar Meter gibts sogar eine nette Kletterei an vereisten Fels - mit Steigeisen aber kein Problem.
vereiste Felsen  Gipfel Illiniza Norte
  Den darauffolgenden Tag sitzen wir im Sattel - mal eine andere Art der Belastung, vor allem wenn man einen störischen Gaul bekommt, der immer versucht einen abzuwerfen, wenn man aufsteigen will. Auch wenn wir keine Ambitionen haben Cowboys zu werden, lustig wars.
Alpaca  Reitausflug
  Nach einem Tag Sitzerei im Sattel freuen wir uns schon wieder aufs Gehen....vor allem, wenn der Cotopaxi auf dem Programm steht.
Der Aufstieg zur Hütte ist gottseidank gemütlich und dauert eine 3/4 Stunde. Nachmittags geht es noch auf Erkundungsgang zum Gletscher. Aufstehen und Frühstücken heißt es um Mitternacht.
Der Rest bewegt sich im Rahmen einer längeren Westalpentour. Das letzte Stück zum Gipfel ist schon spürbar anstrengender. Aber wir schaffen es in passabler Zeit und haben sogar noch schönes Wetter.
Der Abstieg ist schnell erledigt. Auf der Hütte legen wir uns noch ein Stündchen in die Schlafsäcke. Dann gehts ins Tal nach Riobamba / Hazienda Apraspungo zum Relaxen.
Hüttenanstieg  Rifuguio Jose Ribas  Gletscherbeginn  Blick ins Hochland  Erkundung Gletscher  Gipfel Cotopaxi
  Die Zugfahrt von Riobamba nach Alausi findet sitzend auf dem Dach statt - mit eindrucksvollen Blick zu unserem nächsten Ziel: dem Chimborazo.
Zugfahrt Riobamba-Alausi  Chimborazo
  Der Chimborazo ist einer der alpinistischen Höhepunkte unserer Reise. Bei der Anfahrt stossen wir auch auf einige freilebende Alpacas. Der Aufstieg zur Whymperhütte auf 5000 m läßt uns wieder richtig zum Schnaufen kommen. Nachmittags inspizieren wir den Einstieg zum Gletscher: ein paar Meter steileres Eis warten auf uns.
Mitternacht gehts wieder los. Die Steilstufe haben wir auch bald geknackt.
Beim Chimborazo merkt man sogar noch einen spürbaren Unterschied zum Cotopaxi. Was ein paar 100 Höhenmeter ausmachen. Eisiger Wind im Gipfelbereich läßt uns sogar auf den Hauptgipfel verzichten.
Beim Abstieg merkt man dann auch die Müdigkeit und man muß sich wirklich gut konzentrieren in einem Gelände, daß keinen Ausrutscher verzeiht.
Alpaca  Gletscherabbruch  Gletscherabbruch  nächtlicher Anstieg  Gipfel Chimborazo  grimmige Kälte  Abstieg  alles ist vereist - brrrr!  in Hüttennähe auf 5000m
  Nach dem Bergprogramm haben wir noch einige Tage im Regenwald geplant. Zuerst geht es nach Banos. Die geplante Biketour nach Puyo streichen wir - es regnet in der Nacht in Strömen. Da wären wir zum "Streifenhörnchen" geworden. So verzehren wir halt ein Cuy..... außer Haut und Knochen und mehr Dollars wie uns lieb ist, gibt so ein Meerschweinchen aber nichts her.
Kirche in Banos  Zuckerrohr  Sylvie probiert's mal wieder  Cuy  Markthalle
  Die Fahrt nach Tena und weiter in den Regenwald ist abwechslungsreich. Eine kleine Reparatur am Auto hält uns ein wenig auf. Wir verbrauchen einige Meter Stahldraht, um den Auspuff wieder an die richtig Stelle zu plazieren und zu fixieren. Von Tena fahren wir noch eine gute Stunde in den Regenwald hinein.
Dort werden wir von Angelika mit dem Kanu abgeholt und zur Liana Lodge gebracht. Hier im Regenwald laufen einige interessante Projekte Amazoonico
Käferimpressionen  Bootsfahrt zur Lodge  Liana Lodge  Termitenbau  Liane  Trommelbaum  Blüten  Kakao  Blattschneiderameisen  Tapir  Kaiman  Afferl  unsere Unterkunft  Heimflug
Abschließend kann ich nur sagen: eine der schönsten Reisen, mit Kontrasten wie ich sie selten erlebt habe.

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