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Es steht mal wieder eine längere Auslandsreise ins Haus. Es geht nach Südamerika, genau gesagt nach Ecuador.
Diesmal nicht mit einer großen Gruppe; wir sind zu Dritt. Ich bin schon gespannt, was sich in 7 Jahren - solange war ich schon nicht
mehr in Ecuador - verändert hat. Der Flug zieht sich gewaltig in die Länge - mit zwei Zwischenstopps in der Karibik und in
Guayaquil; aber alles geht irgendwann zu Ende.
Der Flug von Guayaquil nach Quito entschädigt für die Mühen. Entlang der Straße der Vulkane haben wir freien Blick auf unsere Bergziele. Nach einer kurzen Pause im Hotel, machen wir uns gleich auf Erkundungstour durch Quito. So kann man am besten den jetlag bekämpfen - mit ein wenig Bewegung und gleichzeitig der erste Schritt zum Akklimatisieren. Immerhin liegt Quito auf 2800 m.
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Wir haben gleich am nächsten Tag den Pasochoa auf unserem Akklimatisationsprogramm.
Grüne Wiesen, Blumen, kurze Hose, Kapperl und ein leichter Rucksack.....so läßt
es sich aushalten in Höhen über 4000 m auf einer gemütlichen Wanderung.
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Unser Programm ist so ausgerichtet, daß wir nach einer Bergbesteigung einen aktiven Rasttag einlegen.
Indianermarkt in Otavalo
Äquatordenkmal
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Die zweite Akklimatisationstour geht zu den Pichinchas. Die Überschreitung vom
Guagua zum Rucu Pichincha ist vor allem ein landschaftlich großartiges Erlebnis.
Die Thermalquellen in Papallacta sollte niemand versäumen.....
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Nachdem wir uns ganz wohlfühlen, gehen wir gleich den Illiniza Südgipfel an. Der Weg zur Hütte ist mit
den schweren Rucksäcken fast schon eine Plagerei, zumal ein schneidiger Wind weht.
Ab Hütte gibt es nur Nebelsuppe. Die Sicht ist gleich null. Nachmittags suchen wir noch unseren Berg; dies verschieben wir aber nach einigen Stunden erfolglosem Suchen auf den nächsten Tag. Am nächsten Morgen hat sich das Wetter nicht viel gebessert. So weichen wir auf den leichteren Nordgipfel aus. Die letzten paar Meter gibts sogar eine nette Kletterei an vereisten Fels - mit Steigeisen aber kein Problem.
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Den darauffolgenden Tag sitzen wir im Sattel - mal eine andere Art der Belastung, vor allem wenn man einen störischen
Gaul bekommt, der immer versucht einen abzuwerfen, wenn man aufsteigen will. Auch wenn wir keine Ambitionen haben Cowboys
zu werden, lustig wars.
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Nach einem Tag Sitzerei im Sattel freuen wir uns schon wieder aufs Gehen....vor allem, wenn der Cotopaxi auf dem Programm steht.
Der Aufstieg zur Hütte ist gottseidank gemütlich und dauert eine 3/4 Stunde. Nachmittags geht es noch auf Erkundungsgang zum Gletscher. Aufstehen und Frühstücken heißt es um Mitternacht. Der Rest bewegt sich im Rahmen einer längeren Westalpentour. Das letzte Stück zum Gipfel ist schon spürbar anstrengender. Aber wir schaffen es in passabler Zeit und haben sogar noch schönes Wetter. Der Abstieg ist schnell erledigt. Auf der Hütte legen wir uns noch ein Stündchen in die Schlafsäcke. Dann gehts ins Tal nach Riobamba / Hazienda Apraspungo zum Relaxen.
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Die Zugfahrt von Riobamba nach Alausi findet sitzend auf dem Dach statt - mit
eindrucksvollen Blick zu unserem nächsten Ziel: dem Chimborazo.
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Der Chimborazo ist einer der alpinistischen Höhepunkte unserer Reise.
Bei der Anfahrt stossen wir auch auf einige freilebende Alpacas. Der Aufstieg zur
Whymperhütte auf 5000 m läßt uns wieder richtig zum Schnaufen kommen.
Nachmittags inspizieren wir den Einstieg zum Gletscher: ein paar Meter steileres Eis warten
auf uns.
Mitternacht gehts wieder los. Die Steilstufe haben wir auch bald geknackt. Beim Chimborazo merkt man sogar noch einen spürbaren Unterschied zum Cotopaxi. Was ein paar 100 Höhenmeter ausmachen. Eisiger Wind im Gipfelbereich läßt uns sogar auf den Hauptgipfel verzichten. Beim Abstieg merkt man dann auch die Müdigkeit und man muß sich wirklich gut konzentrieren in einem Gelände, daß keinen Ausrutscher verzeiht.
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Nach dem Bergprogramm haben wir noch einige Tage im Regenwald geplant. Zuerst geht es nach
Banos. Die geplante Biketour nach Puyo streichen wir - es regnet in der Nacht in Strömen.
Da wären wir zum "Streifenhörnchen" geworden. So verzehren wir halt ein Cuy.....
außer Haut und Knochen und mehr Dollars wie uns lieb ist, gibt so ein Meerschweinchen
aber nichts her.
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Die Fahrt nach Tena und weiter in den Regenwald ist abwechslungsreich. Eine kleine Reparatur am Auto hält uns
ein wenig auf. Wir verbrauchen einige Meter Stahldraht, um den Auspuff wieder an die richtig Stelle zu plazieren und zu fixieren.
Von Tena fahren wir noch eine gute Stunde in den Regenwald hinein.
Dort werden wir von Angelika mit dem Kanu abgeholt und zur Liana Lodge gebracht. Hier im Regenwald laufen einige interessante Projekte Amazoonico
Abschließend kann ich nur sagen: eine der schönsten Reisen, mit Kontrasten wie ich sie selten erlebt habe. |
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