Skidurchquerung Berner Oberland

16. - 22. April 2000


  1. Tag Die Anreise nach Blatten erfolgt bei schönsten Sonnenschein. Die erste Etappe zur Aanenhütte scheitert fast am starken Föhnsturm. Der Winterraum - großzügig angelegt und äußerst sauber - lädt zum längeren Verweilen ein. Getränke zur Selbstbedienung, ein gutes -mitgebrachtes- Abendessen; so läßt es sich aushalten. In der Nacht bricht der Föhn zusammen und es beginnt zu schneien.
  der Wetterbericht sagt gar kein so schlechtes Wetter für die Region voraus................
  2. Tag Auf dem Weg zur Hollandiahütte wird der Schneefall stärker und auch der Wind kommt wieder auf. Die Felle können wir gleich drauflassen, als wir den Aletschgletscher hinabspuren - Richtung Konkordiaplatz. Am Konkordiaplatz drehen wir noch im Nebel eine Ehrenrunde bis wir den Aufstieg zur Konkordiahütte mehr oder weniger erahnen können. Die Leitern ziehen sich noch einmal....
 
der Wetterbericht sagt gar kein so schlechtes Wetter für die Region voraus..............
  3. Tag Heute geht's über die Grünhornlücke zur Finsteraarhornhütte. Das Finsteraarhorn für morgen rückt in weite Ferne. Zu große Neuschneemengen, schlechte Sicht, starker Wind. der Wetterbericht sagt gar kein so schlechtes Wetter für die Region voraus.............
Aber am Abend klart es ENDLICH auf. Unsere Sachen sind nicht nur klamm, sondern unbehaglich naß. So richtig trocken werden die Sachen nicht. Aber ein kleines Trostpflaster: Für den morgigen Tag planen wir das Große Wannenhorn - mit leichtem Gepäck - eine der schönsten Skitouren in den Berner Alpen.
  4. Tag: und man kann wirklich sagen: schöner geht's nicht mehr. Die 1. Spur zum Gipfel hinauf und die erste Spur im knietiefen Pulver direkt durch die Gletscherbrüche hinab, bei strahlendem Sonnenschein. Nach drei Tagen Spurerei bei schlechter Sicht und Schneesturm eine verdiente Sache.
           
  5. Tag: Heute heißt es früh aufstehen, damit wir bei der Südabfahrt vom Fiescherhorn noch einen guten Schnee haben. Der Aufstieg über den Fieschergletscher ist nicht ganz ohne. Eisschlaggefahr und große Spalten sind nicht zu unterschätzen. Herrliche Blicke zurück zum Finsteraarhorn ( wir kommen wieder........ ) Am Gipfel des Fiescherhorns haben wir eine phantastische Sicht vom Wallis bis zum Mont Blanc. Ein südseitiger Abstieg mit Steigeisen, eine schöne - aber leider kurze - Abfahrt zum Ewigen Schneefeld. Dann folgt ein "heißer Hatscher" zur Mönchsjochhütte. Heute schmeckt das Bier auf der Hütte so richtig.
           
  6. Tag: Am frühen Morgen eine Abfahrt auf hartem Schnee bis unter den Rottalsattel, vorbei an Mönch und Jungfrau, hinauf ins Louwitor, herrliche Abfahrt zum Aletschgletscher, Aufstieg über den Gletschhornfirn und eine kurze steile Flanke auf den Gipfel der Ebnefluh ........eine interessante Routenführung mit gewaltigen Eindrücken. Die Abfahrt zur Hollandiahütte ist da fast langweilig dagegen. Kurz vor der Hütte trifft uns fast der Schlag: zig-Skifahrer in der Hollandialücke, mit Hubschrauber auf die Ebnefluh gekarrt. Wir genehmigen uns heute ein gutes Panache ( Radler ).
     
  7. Tag: Am Abschlußtag nützen wir das stabile Wetter und die hervorragenden Firnverhältnisse. Ein kurzer Aufstieg zum Mittaghorn. Vom Anujoch benötigen wir nochmals die Steigeisen bis zum Gipfel. Dann folgt Genuß pur: 2300 Höhenmeter Firn vom Feinsten. Ein krönender Abschluß einer kunterbunten Woche.
       

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