Sustenpaß und Mont Blanc

7. - 13. Mai 2000


  Wieder einmal steht der Mont Blanc auf dem Programm. Vorher machen wir zur Akklimatisation noch ein paar Skitouren am Sustenpaß. 1. Tag: Anreise nach Innertkirchen. 2. Tag: Bis Bäregg können wir noch mit dem Auto fahren. Von dort gehen wir ca. 20 Minuten bis zum Steingletscher. Wir bleiben für zwei Tage auf der Tierberglihütte. Trudi, die Hüttenwirtin, bleibt für uns heute noch auf der Hütte und bereitet uns auch das Essen für den kommenden Tag. Am Nachmittag gehen wir noch auf den Tierberg. Die Abfahrt wählen wir über die direkte NO-Flanke. Traumhafter Firn.
       
3. Tag: Heute stehen Sustenhorn und Gwächtenhorn auf dem Programm. Die letzten paar Meter zum Gipfel sind hart, aber ganz gut noch mit Skiern begehbar. Die Abfahrt bis zum Anstieg aufs Gwächtenhorn ist brauchbar. Die Schneedecke ist hart und trägt. Der Anstieg wird wieder ein Wettlauf mit der Hitze...
Schon seit gestern habe ich ein Auge auf die direkte Ostflanke vom Gwächtenhorn geworfen. Fast schon eine Steilflanke..........., bei dem handbreiten Firn besteht aber keine Absturzgefahr, auch wenn das Gelände sehr steil ist. Ein wenig Beklemmung macht sich bei Jeden breit. Aber nach einigen Schwüngen merkt man, daß es wider Erwarten ganz gut geht. Rasch sind wir wieder bei der Hütte. Heute heißt es selber kochen.
             
4. Tag:Zuerst geht es heute einmal 1000 Höhenmeter bergab. Dann 2 Stunden Aufstieg zum Uratstock. Herrliche Firnabfahrt bis zum Steingletscher. Auf der Straße sind wir bald bei den Autos. Auf geht's nach Chamonix. Am Nachmittag noch ein paar Besorgungen und einpacken für das Hauptziel: den Mont Blanc.
 
  5. Tag: Frühstücksbuffet im Novotel. Anschließend geht es mit der Seilbahn zur Mittelstation der Aiguille du Midi. In 4 Stunden sind wir auf der Grand Mulets Hütte. Hier haben wir den ganzen Nachmittag Zeit, um uns für den morgigen anstrengenden Gipfelanstieg auszuruhen.
   
6. Tag: Um 0100 Uhr gibt es Frühstück. Der Himmel ist bedeckt und es schneit. Wir legen uns noch eine Stunde nieder. Um 0230 Uhr gehts aber los. Es hat etwas aufgeklart, schneit aber mittlerweile heftig. Wir kommen flott vorwärts. Zwei bis drei kurze Pausen, dann haben wir die Vallot Biwakschachtel erreicht. Die Höhe macht sich mittlerweile auch bemerkbar - und es ist momentan grausig kalt. Steigeisen anziehen, und los gehts. Um 1030 Uhr sind wir am Gipfel. Spät, da wird der Schnee nicht mehr optimal sein. Im oberen Teil ist er noch pulvrig, anschließend wird er aber sehr schwer zu fahren. Die Querung zurück zur Mittelstation fordert noch einmal die Psyche. Aber dann beim Bier in Chamonix ist fast alles vergessen..............
                   
7. Tag: Heute steht nur mehr die Heimfahrt auf dem Programm - so glaubt man. Die Hoteltür läßt sich am Morgen wieder einmal nicht öffnen. Klettergurt und Seil sind vorsorglich am Zimmer geblieben, so ist dies keine allzu große Hürde. Der Mont Blanc läßt grüßen...............
 

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